den weiblichsten Sinn und die sinnigste Weiblich-keit. Mit ängstlichen Licbcsaugcn lauert sie auf jedenSchatten, der über die Stirnc ihres Gemahls dahin-zieht und seine bekümmerten Gedanken vcrräth. Siewill wissen, was ihn quält, sie will die Last desGeheimnisses, das seine Seele drückt, mit ihmtheilen . . . Und als sie es endlich weiß, ist siedennoch ein Weib, unterliegt fast den furchtbarenBesorgnissen, kann sie nicht verbergen und gestehtselber:
Ich habe Manncssinn, doch Wciberohmnacht,
Wie fällt doch ein Geheimnis Weibern schwer!