70
seit 1821 beträchtlich vermindert haben. DieArmenier sind vor Kurzem verjagt worden. Da-gegen kann man annehmen, daß die Zahl dermuselmannischen Bewohner durch Zuwachs ausden Provinzen und aus Asien sich vermehrt hat.Jedenfalls dürsten einige hunderttausend Musel-manner zur Verchcidigung der Hauptstadt bereitscyn. In wiefern dazu deren Lage und Befe-stigung günstig ist, wird aus folgender kurzenBeschreibung hervorgehen.
Konstantinopcl liegt auf einer rundauslau-fenden Landspitze, welche südwestlich vom Meervon Marmora, und nordöstlich von einem ausdem Kanal, 3000 Toifen weit sich in das Landhineinziehenden Busen umgeben wird. Letzterergicbt einen vortrefflichen Kriegs- und Handels-hafen ab, der für 1200 Schiffe bequemenRaum hat, und abwechselnd zwischen 100 und400 Toifen breit ist.
Die Landseite ist von einer doppelten, nichtganz eine Meile laugen Mauer geschlossen.Sie reicht mit ihrem südlichen Ende an dasMarmor-Meer, und mit dem nördlichen anden Hafen. Hier springt sie in Form eines