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zcn Eigcnthümlichkcit auch in jedem andern Verhältnisseglücklich gewesen sein und glücklich gemacht haben; denn wasjede andere liebenswürdige und geliebte Frau in ihrem klei-nen und friedlichen Bereiche ist, das war die Königinn inIhrem großen. Ueberall, wo Sie hinkam, hinsah und sprachund wirkte, brachte Sie sich selbst, Ihr Herz mit, und mitdiesem kam Sie Jedem entgegen. Wie bei dem Könige, bliebein hochfahrendes, übcrmüthiges, stolzirendes Wesen ferne auchvon Ihr, und zart und seinfühlend, war es Ihrer Achtungfür die Würde der menschlichen Natur unmöglich, zu ver-letzen und zu beleidigen. Dieß duldete Sie auch an Ande-ren nicht, und wußte, geschah solches in Ihrer Gegenwart,es jedesmal den Umständen und Verhältnissen angemessen,bald geradezu, bald fein in witzigen Anspielungen, zu rügen;es lag und pulsirte in Ihr ein gerechter Sinn, in welchemSie Jeden, der, irgendwie gekränkt, Ihres Schutzes bedurfte,gewiß auch immer in Schutz nahm.
Bei einer großen Cour in Magdeburg, wo Sie sehrgerne war, und die oft vorgestellten Cour-Fähigen persönlichgenau kannte, wurde Ihr die noch ganz unbekannte, seit Kur-zem erst vcrhcirathete Gemahlinn des damaligen Majors v.N., die Tochter eines hochgeachteten, reichen Kaufmanns inMagdeburg, (also bürgerlicher Herkunft) vorgestellt. DieKöniginn, unbekannt mit diesen Verhältnissen, fragte unbe-fangen die noch nicht gesehene junge Frau: „Was sind Siefür eine Geborene?" Und ängstlich und verlegen in dieserhohen, ihr bis dahin ganz fremden Sphäre, zum Erstenmalvor einer Königinn stehend, antwortete kaum hörbar diebeklommene junge Frau mit zitternder Stimme:
„Ach! Jhro Majestät — ich bin gar keine — Geborene."