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gesetzte; das Aechte, oder Plattirtc, kenntlicher und sichtbarer,als (wie im tiefen Lebensschmerz) so auf der Hohe der Ehre,des Beifalls, und der festlichen Freude. Bei solchen Lebens-scencn und Jubelfesten im Mittelpunkte derselben, um wel-chen sich Alles Glück wünschend dreht und wendet, vomWeihrauch umduftet, zu stehen, ist ein eigenes, bedenklichesDing, welchem die Besten und Würdigsten von jeher gernaus dem Wege gegangen sind.
Die meisten Menschen nehmen schon ein fremdes Gesichtan, oder setzen, wie man es treffend bezeichnet, ein fremdesauf, wenn sie sich malen lassen, indem sie gefälliger undangenehmer aussehen wollen, als sie wirklich sind, und ebendarum die Aehnlichkeit verhindern. Ein solches Bemühen be-zeichnet aber immer Eitelkeit, in welcher man mehr und bes-ser scheinen will, als man wirklich ist. Indem man Anderezu täuschen sucht, täuscht man sich selbst am Meisten, undda man fürchtet, in seiner wahren Gestalt nicht zu gefallen,erborgt man Fremdartiges, und bedenkt nicht, daß eben andiesem die ausgelegte Schminke am Ersten sichtbar wird. Ausdem anklagenden Bewußtsein des inncrn Mangels an Wahr-haftigkeit und Lauterkeit entspringt die Verstellung, die baldwechselnde und wachsende Lüge wird. Wo diese das In-nere entstellt und verdunkelt, da legt sie dem Aeußercn Zwangauf, und giebt diesem eine Haltung, welcher der Menschen-kenner gleich das Angenommene ansieht. Das ganze Seinund Wesen bekommt dann etwas Gemachtes und Studirtcs,wird feierlich und spröde, und die Lcbensscene verwandeltsich in eine Theatcrscene mit eingeübten Rollen. Auf demwirklichen Schauplatze der Welt ist Vieles Comödie, und dasBeste dabei ist noch das, daß man wechselseitig die Täuschung