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liches seelenvolles Auge, schnell den ganzen Kreis durchlau-fend, hatte eine so cigenthümliche heitere Lebendigkeit, unddoch dabei eine so vertrauende Innigkeit und Ruhe, eine soherzgewinnende Huld, daß Alle hätten meinen können, Jederfür sich habe nur allein den freundlichen Gruß: „Will-kommen!" empfangen. Und so war es auch; Ihr grü-ßender Blick galt bei großer Rangverschiedenheit Allen, unddoch auch Jedem besonders einzeln; denn Jeder empfing ei-nen Strahl dieses landesmüttcrlichen Blickes. Als der ver-ewigte Herzog Ferdinand von Braunschwcig Ihr wohl ge-troffenes Bildniß empfing, sprach er:'„Recht schön,— wohlgetroffen! Aber ganz ähnlich kann die Königinn Luise dochnicht gemalt werden; denn kein Künstler vermag es, Ihrenherzgewinnenden Blick, voll Geist und Güte, so darzustellen,wie er ist, besonders, wenn er im Gespräche sich belebt undlächelt. Dem, welcher Sie kennet, thut kein Bild, auch dasbeste nicht, Genüge!"
Göthe, dieser unübertroffene Maler weiblicher Anmuthund Schönheit, erzählt in seiner Schrift: Campagne in Frank-reich (S. 282.) „er habe im Gefolge des Großherzogs vonWeimar, den 29sten Ma! 17!)3, im Feldlager bei der Bela-gerung von Mainz die beiden Mecklenburgischen Prinzessin-nen, die Königinn und Ihre Schwester, gesehen," mit fol-genden Worten: „In mein Zelt cingeheftelt, konnte ich sievertraulich mit den Herrschaften auf und nieder und nahevorübergehend auf das Genaueste beobachten, und wirklichmuß man diese beiden jungen Damen für himmlischeErscheinungen halten, deren Eindruck auch mirniemals erlöschen wird."
Derselbe Eindruck ist es auch, den Sie ungetheilt auf