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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
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der Handlung in den Landstädten. 2L

schranke die Krämer ein, und befördere tüchtige Hand-werker in genügsamer Menge: so wird der Staat nnrweniger rohen Materialien bedürfen, den Fremdennicht bereichern, und wenigstens durch Ersparen ge-winnen. Man lasse nur jährlich von Obrigkeits we-gen die neuesten Französischen und Englischen Modell-Bücher kommen , und den Handwerks - Gilden gegenErstattung der Auslagen austheileu. Die Geschicklich-keit wird sich bald finden, und eine genügsame Mengeder Handwerker die Preise mehr eristedrigen, als alle

Krämerei

Darf ich es sagen, daß auch sogar das Systemunserer Fabriken ungleich schlechter sey, als das alte?Vordem war die Eintheilung so, daß alle Fabrikenznm Handwerk gehörten, und der Kaufmann blos derVerleger und der Beförderer des Handwerks blieb.Jetzt hingegen ist der fabricirende Kaufmann gleichsamder Meister; und wer für ihn arbeitet, nur e. Gesell;und dieser Gesell arbeitet für Tagelohn. Ii, einemsolchen Plan, wenn er nicht von vielem Glücke beglei-tet wird, liegen weit mehr Fehler, als in dem alten:der Taglöhner nimmt die Sache nicht so zu Herzen;er stiehlt manche Stunde, erfordert viele Aufsicht, undeine Reihe von Bedienten, um den richtigen Uebergangder Mannsactnr aus einer Hand in die andre zu be-wahren, zu berechnen und zu balanciren. Der Hand-werksmeister hingegen, der sich von jenem, wie derPachter von dem Verwalter unterscheidet, könnte demKaufmann weit vortheilhafter dixneu; und der Staaterhält Bürger statt flüchtiger Gesellen. Dies war dieMaxim der Städte in jenen Zeiten, welche wir diebarbarischen nennen. Dies war die wahre Quelle ih-rer Größe, ehe der Kaufmann den Handwerker ver-lassen, und sich dafür ans die Krämerey gelegt hat.

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