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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
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24 Gedanken über den Verfall

Höft, welche die Krämerey für die Handlung ansehen,und dasjenige, was von der Handelsfreiheit mit Rechtgilt, der Krämerey zu gute kommen lassen, würdensich einer Ketzerei) schuldig zumachen glauben, wenn sieeine Handwerks - Ende gegen die Krämer schützten, ohnedaß erstere nicht ein Privilegium aufzuweisen hatte.And wer ist denn der Handwerker? Es ist der Mann,der die Landcsprodnkten veredelt, an fremden und ro-hen die Früchte des Fleißes gewinnet, und dem Staatejahrlich unsägliche Summen ersparet. Was aber istDer Krämer? Ein Mann, der blos Fremde, sie seynFreunde oder Feinde, bereichert, die Wollust nähret,einen jeden durch neue Arten von Versuchungen rei-zet, den Handwerker und feinen Markt, durch jedeneue Mode, ehe er es sich versteht, altfränkisch, durchseinen Stolz die Handarbeit verächtlich, und den Jüng-ling von Genie zum neuen Krämer macht.

Sind die Handwerker jetzt schlecht; sind sie eigen-sinnig, und rhener: so ist dieß nur eine Folge des er-stern. Gey der betrübten Aussicht in die vielen Kram-Huden kann kein Handwerker Much fassen, er kannnichts wagen, er kann nicht im Großen und mit vielenHänden arbeiten, es verlohnt sich nicht mehr der MüheGeschicklichkeit zu haben. Wer Geld hat, wird keinHandwerker, und, wenn alle Krämer dermaleinst mitSchuhen handeln werden: so bedarf ein Schuster zu-letzt nichts mehr, als das Altflicken zn lernen. Derprächtigste Anblick von London zeigt sich im Gegentheilin den Bnden der Handwerker. Jeder Meister han-delt mit feiner Waare; in unfern Landstädten hinge-gegen arbeitet der Meister auf Bestellung; und manscheuet sich zu bestellen, weil man oft etwas schlechtesthencr bezahlen, oder grobe Worte hören muß. Manlasse sich aber durch diesen Cjrkelfthftr nicht blenden,

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