der Handlung in den Landstädten. 2 r
sie dadurch in die Notwendigkeit gesetzct haben, allesfür eigene Rechnung zu thnn, und in Ermangelungdeutscher Waaren, uns so viel mehr fremde zuzufüh-ren. Es liegt an uns, daß wir nicht unfern Vortheilmit dem ihrigen wieder vereinigen, und Leute ausihnen aufmuntern, welche zum Voreheile Deutschlandsreifen; neue Oefnungen für den Handel suchen; neueQuellen entdecken; die Bedürfnisse eines jeden Landesausfiuden; den Mitteln, wodurch es jetzt von andernNationen ausgeholfen wird, nachspüren; die Möglich-keit, ihm besser und wohlfeiler zu dienen, überlegen,und uns denn die Vorschriften geben, wornach wir inden Landstädten arbeiten müssen, um ihre Erfahrnn-gen zu nutzen. Dieses ist wenigstens, da wir selbstdergleichen Reifen nicht unternehmen, und nur mitfremden Augen sehen wollen, das erträglichste, undvielleicht brächten alle unsere Landstädte mehr als drei-hundert Fragen zusammen, welche solchen Reisendenmitgegeben werden könnten.
Es gehet kein Jahr vorbey, daß nicht wenigstenszehn Engländer der Handlung wegen Deutschland be-reisen, und sich Kunden erwerben; zwar sind es meh-rentheils Londoner, welche blos Bestellungen suchen,und eben so viel nicht schaden, weil Leute von Einsicht,welche ihre Waaren aus den innern Häfen und aus denLandstädten Großbrittanuiens selbst ziehen, ihnen ebendas, was sie anzubieten haben, wohlfeiler in Deutsch-land geben können, als es ein Londoner, der seine Ge-lbühren auf der Waare und der Zahlung suchet, ver-schaffen kann. Wie mancher Landstädter glaubet abernicht alles gefangen zu haben, wenn er seine Waarennur aus der beschwerten Themse erhält? Und wie sehrbeweisen die Reisen die Aufmerksamkeit des Britten?Es war eine Zeit, wo ganz Niederdeutschland mit den
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