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Seit dem vierzehnten Jahrhunderte wurden zuerst meinigen Städten öffentliche Uhren aufgestellt. So z. B. imJahre 1344 zu Padua, 1356 zu Bologna, 1364 zuParis, wo der deutsche Uhrmacher Heinrich von Wickdie erste Uhr auf dem königlichen Schlosse aufstellte, 1370zu Straßburg und 1395 zu Speyer. Die Stadt Cour-trai in den Niederlanden hatte ebenfalls gleichzeitig schoneine sehr schöne Schlag-Uhr, die ihr aber der Herzog vonBurgund, wahrscheinlich aus Neid darüber, wegnehmen,und nach Dijon, seiner Residenz, bringen ließ'").
Zu Nürnberg ward zuerst die Marienkirche imJ ahre 1 462 mit einer großen Uhr versehen; im Jahre 1484bekam Florenz ein solches Kunstwerk, und 1497 wardauch Venedig damit ausgestattet. Doch mußten dieKosten für eine große Schlag-Uhr damals noch sehr be-deutend seyn; wenigstens hielt es der Magistrat zu Au-xerre in Frankreich noch im Jahre 1483 für zu bedenklich,ohne besondere Erlaubnis des Königs das Geld zur An-
Große schon im Jahre 867 von dem damaligen Schach von Pör-sten als Geschenk erhielt, keine Räder-Uhr, sondern nur einekünstliche Wasser-Uhr war; allein gleichzeitig hat er es doch auchS. 176 wahrscheinlich gemacht, daß die im Jahre 12Z2 vom tür-kischen Sultan Saladdin an Kaiser Friedrich kl. gesendete UhrWirklich ein Räder- und Schlag-Werk war; und ähnliche Geschenkevon Uhrwerken auch an andere fürstliche Personen finden wir bei.
Chronisten dieser Periode mehrere erwähnt» Ueber den Eiferaber, mit welchem die Klostergeistlichen sich für die neue Erfindunginteresfirten, und ihre Klöster derselben theilhaft zu machen suchten,giebt Hamberger ebendaselbst S. 166 — 169 gleichfalls nähereAuskunft.
Hamberg er a. a. O., S. 175, nach Froissa r d'sChronik II, 128»