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Völkern herüber gebracht; und daß in Folge dieses Um-standes, eben weil die letztere Berechnungsweise unastro-nomisch gewesen, d. h., weil die Natur selbst kein Merk-mal gegeben habe, woran die Mitte der Nacht ganz genauzu erkennen gewesen sey, die Vorwelt sehr zeitig sichhabe veranlaßt finden müssen, diesen Mittelpunct der Nachtauf eine künstliche Art sicher zu bestimmen, d. h. Uhrenzur Stunden-Eintheilung zu erfinden.
Demnach haben wir nun auch den ersten Ursprungdieser Erfindung — deren Uncntbehrlichkeit zur Regu-lirung des gewöhnlichen, geselligen Verkehrs, der ord-nungsmäßigen Thätigkeit u. f. w- eines näheren Beweisesgar nicht bedarf — in einer sehr frühen historischen Periodeaufzusuchen.
Anfangs freilich mochten sich die Nationen der Vor-welt wohl damit behelfen, daß sie den Tag nach demverschiedenen Stande der Sonne, und die Nacht nachdem verschiedenen Stande der Sterne am Himmel ineinige Theile, wie Morgen, Mittag, Abend und Mitter-nacht cintheilten; allein dieser Nothbehels war viel zu un-vollkommen, als daß er lange hätte genügen sollen, zumal,da man nur bei heiterem Himmel davon Gebrauch machenkonnte.
Indessen wurde man durch die Sonne selbst sehr baldauf einen Ausweg hingewiesen. Man machte die Beobach-tung, daß der Schatten jedes aufgerichteten, von derSonne beschienenen Körpers rücksichtlich seiner verschiedenen,mit dem Wechsel der Tageszeiten sich verändernden Längeund Richtung, als Zeitmesser gebraucht werden könne.So oft die Sonne am Himmel höher stieg, verkürzte sichdieser Schatten; hatte sie Mittags ihren höchsten Stand