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Carnot. Letzterer, bekanntlich nicht nur als General, son-dern auch als Mathematiker hochberühmt, wandte sich so-fort mit der etwas heftig herausgeworfenen Frage anJacquard! „Sind Sie derjenige, der das machen zu kön-nen behauptet, was kein Engel vom Himmel vermag —einen Knoten in einer angespannten Schnur?" Jacquardwar sowohl über diese Apostrophe, als über die Gegenwartdes ersten Consuls so betreten, daß er sich im Augenblickkeines Wortes mächtig fühlte. Da jedoch Napoleon ihmMuth einsprach, und ihn unter Zusicherung seines beson-deren Schutzes, zur Fortsetzung seiner Versuche aufforderte,so faßte er Vertrauen genug, um mehrere, ihm sofort er-theilte Austräge bestens zu vollziehen. So führte er z. B.den Befehl, eine Garnspinnmaschine zu erbauen, zu völli-ger Zufriedenheit der Regierung aus, und seine bald erfol-gende Anstellung bei der Pariser Kunstkammer eröffneteihm so gute Gelegenheit, sich durch Selbstanschauung vanden wichtigsten Leistungen in der practischen Mechanik zuunterrichten, daß sein eigenes Genie dadurch zu immer hö-herem Streben angefeuert ward. Dem gemäß gab derAnblick eines, aus mehr als zwanzig tausend Franken zustehen kommenden Webestuhls, woraus ein prächtiger Shawlfür die Gemahlin des ersten Consuls verfertigt worden war,unserem Jacquard Veranlassung, zur Herstellung solcherLuxusartikel einen weit einfacheren, und weniger kostspieli-gen Mechanismus zu erfinden: und das Resultat war —die nachher so berühmt gewordene, nach ihrem Erfinder be-nannte Jacquard-Maschine.
Auf der Pariser Kunstausstellung von 1801 wurde siedem Publicum zum ersten Mal vor Augen geführt; undobwohl damals die Beurtheilungs-Eommission so kaltsinnig