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liebiges Schnüren u. s. w. sie den iedesmaligsn' Wünschenmehr anzupassen, und das ließ sich nur durch schmaleBander und dergl. bewirken. Schon die Griechen undRömer besaßen gewebte Bänder und Borten; allein diesewurden ursprünglich erst aus gewöhnlichem breitem ZeuZschmal geschnitten und dann gesäumt; bis man der größe-ren Bequemlichkeit wegen darauf verfiel, den alterthümli-chen Webestuhl in einem Band - und Bortenwirkerstuhl umzu-wandeln; was ohne Veränderung der Haupttheile möglichwar. Je üblicher es wurde, die Kleidung besonders beimweiblichen Geschlecht durch Bänderschmuck zu verschönern,desto mehr kam die Bandwirkerei in Gang. Im dreizehn-ten Jahrhunderte schon gab es vorzüglich zu Augsburg,und Nürnberg zunftmäßige Bandmacher, die ein ziemlichansehnliches Handwerk ausmachten; und von da breitetensie sich bei der durch die Mode unterstützten Zunahme desBanderbedarfs so sehr aus, daß sie in sehr vielen Ländernein ansehnliches Arbeiter-Corps zu bilden begannen, wel-ches seit der Erfindung der seidnen, glatten und gestreiften,so wie der mit Gold durchwirkten Bänder dennoch oft diebeständige Nachfrage nach diesem einträglichen Handelsarti-kel nur dadurch zu befriedigen vermochte, daß die vereintenKräfte ganzer Familien sich dieser Beschäftigung Hingaben 5wo dann Jung und Alt sein Leben am Bandwirkerstuhlezubrachte. Gerade dieser letztere Umstand machte diesenErwcrbszwcig, der sich durch Nachahmung und Ge-wöhnung in frühenJahren am leichtesten erler-nen ließ, und nur geringe Auslagen verlangte, so sehrzum angestammten Eigenthum gewisser Gegenden und Fa-milien, daß deren ganze Existenz häufig blos darauf gestütztwar. Diese Bandwirker begnügten sich mit äußerst gerin-