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Baumwolle gewesen. Dagegen verfiel man auf die An-Wendung von Flachs, Hanf und andern Pflanzenfasern zu?Weberei gewiß erst später, obwohl auch Moses schon Ge-webe aus solchem Stoffe kannte").
Noch später kam das Walken gewebter Zeuge in Ge-brauch, wodurch sie dichter und fester wurden. Anfangsscheint man dabei eben so kunstlos verfahren zu scy?., wiez. B. noch heut zu Tage die Isländer, welche ihre geweb-ten Tücher mit warmem Urin begießen, sie dann zusammerzgerollt auf die Erde werfen, und eine ziemliche Zeit lang,mit den Füßen treten.
Die alten Aegypter waren wegen der Genauigkeit ihre?Webekunü berühmt; und die Ucberbleibsel davon, welch?sich noch an den ägyptischen Mumien u. dergl. erhalte!?haben, beweisen auch, daß sie dieses Lob nicht mit Unrechtempfingen. Von Aegypten ging dann die Webekunst nachGriechenland über, wo die Athenienfer sich zuerst darmausgezeichnet haben sollen. Eben darum ward auch inAttika viel Aufmerksamkeit auf die Schaafzucht verwandt.Nach der Erzählung des Aelian bedeckte man die Schaaf?sogar zuweilen mit Fellen, um die Wolle vor dem schäd-lichen Einflüsse rauher Witterung und vor äußerlichen Uiz-reinigkeiten zu schützen"). Gleichwohl waren die Griechenin der rechten Behandlung der Wolle eine Zeit lang nochziemlich unerfahren; denn anfangs verstanden sie sich nichteinmal darauf, die Schaafe zu scheercn, sondern sie war-teten jährlich die Zeit ab, wo die Wolle von selbst lockerwurde, und rauften sie dann mit den Händen aus; bis-
H 2 B. Mos. 9, ZI. und 5 V. Mos. 22, II.Vergl. Aelian 'S 5 i>r. Uist. XII, 56.