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schließen berechtigt wird, sich durch keine natürlichen Hin-dernisse des Grundes und Bodens von der mit Vorsichtund Ausdauer durchzuführenden Arbeit deS Erdbohrens zu-rückschrecken zu lassen; und den Aufwand für gute Erd-bohrer und Leitungsröhren nicht zu scheuen, wenn mangcnöthigt seyn sollte, sehr tief herabzugehen, oder da« Bohr-loch durch Felsen u. dcrgl. durchzuführen.
Den ersten Anlaß zur Einrichtung solcher artesischenBrunnen erhielt man höchst wahrscheinlich dadurch, daßhier und da einzelne, mit starkem innern Fall versehene,unterirdische Erdquellen aus eigener Kraft sich einen Aus-gang durch die Erdoberflache suchten, und unerwartet mitbesonderer Starke zu Tage hervorbrachen, so daß man nichtden gewöhnlichen Quellgang bei ihnen vermuthen konnte.
Ereignisse dieser Art sind an verschiedenen Orten undzu verschiedenen Zeiten beobachtet worden: selbst noch inunfern Tagen. So geschah es z. B., daß im Jahre 1821zu Bishop-Moncton bei Ripon in England unter pras-selndem Getöse sich plötzlich der Erdboden hob, und starkesQuellwasser mit solcher Macht daraus hervorbrach, daß dersofort von ihm ausgewühlte Schacht noch am Abend des-selben Tages mehrere Fuß im Umfang hatte, bei nähererUntersuchung aber eine Tiefe von achtundfunfzig Fuß offen-barte. Auch in einigen, uns näher gelegenen Gegendenist Aehnliches vorgekommen; selbst da, wo man des flachenBodens wegen äußerlich keine Vermuthung über Quellwasservon tiefem Fall haben kann; wie z. B. in den Sandge-genden der Mark Brandenburg. So sprang unter andernim Jahre 1706 unweit des Städtchens Ziesar im Re-gierungsbezirk Magdeburg, einst in der Nacht ein unter-irdischer Quell mit außerordentlichem Getöse hervor, welcher