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neu, daß dieses Anfichhaltcn des Achems nur minutenlangmöglich sey; es ward daher die Tauchcrkunst nur so weit aufdas Meer ausgedehnt, als selbst durch einen nur augen-blicklichen Aufenthalt unter dessen Wasserspiegel sich irgend«in beabsichtigtes Geschäft daselbst vollziehen ließ! so daßman z. B, festsitzende Schiffsanker losmachen, oder an seich-ten Stellen irgend etwas Anderes, was wider Willen aus-geworfen worden, wieder herausholen konnte*).
Durch unaufhörliche Uebung kamen allerdings miiuntcreinzelne Taucher dahin, daß sie längere Zeit unter demWasser zu verweilen vermochten, weshalb man sich ihrerdann zuweilen bediente, um bei Belagerungen, Scetressenu. f w. feindliche Bollwerke, Schiffe u. dergl. mit eisernenHaken zerstören zu lassen, deren sie selbst beim Fortschwim-men unter dem Wasser mächtig blieben. Auch die kostba-ren Perlen, womit sich die schönen Griechinnen und Rö-merinnen so häufig schmückten, wurden aus den Korallen-riffen des Meeres, zwischen denen die Perlenmuschcln festsaßen,von geschickten Tauchern mit Lebensgefahr herauf geholt;gerade so, wie noch jetzt in Ost- und Westindien ähnlichePerlen zu gleichem Zweck an das Tageslicht gelangen.Indessen waren diese Taucher selbst bei der höchsten An-
*) Schon bei den alten Griechen und Römern gab es für dieseund ähnliche Arbeiten kunstfertige Taucher, und in den alten See-gesetzen der Znsel Rhodas war ausdrücklich bestimmt, daß die Tau-cher beim Heraufholen von Gegenständen ans einer Tiefe von achtEllen den dritten Thcil, alsdann aber, wenn ste dergleichen auseiner Tiefe von fünfzehn Ellen hervorgeholt, die Hälfte davon alsBelohnung empfangen sollte». Vergl. hierzu den Aufsatz über dieTaucherglocke in Beckmanns Beiträgen zur Geschichte der Er-findungen, Bd. I. (Leipzig !736. 8.) S. 52Z u. ff.