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sucht, wie viele dieser Einheiten in einem gegebenen Theiledes Raumes enthalten sind: so muß derjenige, welcher dieZeit messen will, zu diesem Zweck gewisse Theile derselbenvon bestimmter Größe als Einheilen annehmen, z.B. dasZahr, den Monat, den Tag, und dann berechnen, wieviele dieser Theile in einem gegebenen Abschnitte der Zeitenthalten sind.
Auf die hier zunächst liegende Frage, wie die verschie-denen Einheiten der Zeit, die bei Berechnung der letzterenjetzt als Einheiten gelten, gefunden worden sind, ist Fol-gendes zu erwiedern:
Im Allgemeinen nehmen wir die Zeit wahr durch dieganz unwillkührlich stattfindende Aufmerksamkeit auf dieBewegungen in der Natur; es mögen dieß nun innereBewegungen in unserem Gcmüthe, oder in die Sinne fal-lende Bewegungen der Dinge außer uns seyn. Denn jedesolche Bewegung erscheint, von ihrem Anfange bis zu ih-rem Ende betrachtet, als ein Theil der Zeit. Je ununter-brochener und gleichförmiger aber solche Bewegungen aufeinander folgen, und je leichter also ihr Anfang und ihrEnde von uns bemerkt werden können, desto besser müssensie sich dazu eignen, als kleine Aeittheile einen Maaßstabfür größere Zeittheile abzugeben.
Die Bewegungen in unserem Gcmüthe scheinen weni-ger passend für diesen Zweck; denn theils ist Anfang undEnde bei ihnen nicht leicht zu bemerken, theils herrscht auchkeine Gleichförmigkeit in denselben. Anders aber verhaltsich die Sache rücksichtlich der Dinge außer uns. Vondiesen mußten von jeher namentlich die Bewegungen derbeiden Himmelskörper Sonne und Mond, zufolge ihrerGleichförmigkeit und der niemals unterbrochenen Wiederkehr,