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deren Wesen und Bestimmung mit einem Male so beut;lich auf, daß Nichts ihn hierin irre machen konnte. SeinAnerbieten ward angenommen, und er stellte sich nun selbstfür seine Arbeit die Vorschrift fest: eine wahrhaft brauch-bare Feuerspritze müsse nicht groß, dauerhaft, leicht fortzu-bringen und so beschaffen seyn, daß viel Wasser durch ge-ringe Menschenkräfte auf einen Punct hin gebracht wer-den könne. Nach dieser seiner eigenen Vorschrift arbeiteteer nun, und brachte eine Spritze zu Stande, welche diestärkste öffentliche Probe aushielt, und noch dazu weit we-niger kostete, als eine gewöhnliche. Sie war mit einemSchlauch und einem Standrohr zugleich versehen, wovonjedes besonders, doch auch beides zugleich, ohne Aufenthaltnach Belieben angewendet werden konnte. Zur Verferti-gung des ledernen Schlauchs gab er selbst erst einem Schuh-macher Anweisung, und machte diesem auch einen beson-dern Arbeitsstuhl, worauf er die stärksten und härtestenHäute sehr bequem sich zurichten und weiter bearbeitenkonnte.
Und doch blieb Freytags unermüdlicher Eifer zuletztganz unbelohnt. Seine treffliche Arbeit ward ihm, wieviele seiner übrigen schönen Erfindungen, sehr bald ander-wärts nachgemacht, und er selbst sah jeden Vortheil davonfür sich verloren gehen. Zwar sendete er, als bald nach-her ein Preis auf die Verfertigung der besten Feuerspritzeausgeschrieben ward, eine selbst verfertigte Zeichnung vonder seinigen sammt einer kurzen Beschreibung ein; alleinda letztere nicht mit einer gelehrten, Aussehen erregendenErörterung des Gegenstandes versehen war, so mußte erspäter hören, daß zwar sein Vorschlag als der ausführ-barste anerkannt, gleichwohl aber die gelehrte Abhandlung