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Diese Bekleidung mit Thierhäuten war anfangs ganzkunstlos: man kehrte die Haarseile derselben einwärts, demKorper zu, und kümmerte sich wenig darum, daß die nachAußen gerichtete Fleischseite dem damit Bekleideten ein wenigangenehmes Ansehn gab. Sobald sich indessen die Sitten etwasverfeinerten, fühlte man das Ekelhafte dieses Anzugs, undbegann nun die Häute umzukehren, und das Haar nachauswärts zu tragen. Der schlechte Anblick war jetzt ent-fernt; doch wurde mit dem Fortschreiten der Cultur an die-ser Bekleidungsweise ein anderer Uebelstand immer empfind-licher: die nach innen gerichtete Fleischseite theilte demKörper einen unerträglichen, und fast unvectilgbaren Ge-stank mit.
Die Kunst des Gerbens der Häute war noch nicht er-funden: allein die Nothwendigkcit, die nur erwähnten, gro-ßen Mängel der Thierhaut-Bekleidung auf irgend eine ent-schiedene Weise zu entfernen, half wesentlich dazu, dieseErfindung herbeizuführen. Wie die Grönländer noch jetztihre Rennthierhäule mit Urin erweichen und beizen, so ge-schah das auch wohl in der ältesten Zeit, ehe man nochauf die Anwendung der Eichenrinde als Gerbestoss kam.Jedenfalls aber versuchten die Bewohner eines abwechseln-den Klima's sich zuerst in dieser Kunst, weil ihnen vor-zugsweise daran liegen mußte, die wechselnden Angriffe derWitterung weniger empfindlich für ihren Körper zu machen,und doch eine so dichte und unbequeme Hülle, wie einerohe Thierhaut, für sie nicht so nöthig war, wie für dieBewohner des hohen Nordens.
Auch bot schon von selbst das schönste, natürliche Pelz-kleid, das Schaffell, sich in der heißen Zone nicht in sei-ner besten Gestalt dar. Denn obwohl das Schaf aus