nement der Gegenwart sich vor den Blicken des Lesersin den verschiedenartigsten Beziehungen entfaltet, undihm die innere geistige Strebsamkeit der Menschen-Natur in ihren bewundernswürdigsten Wirkungen nach-gewiesen wird.
Von diesen Ansichten ausgehend, hat der Verfasserdas Werk bearbeitet, dessen erster Band dem Publicumhiermit vollständig vorgelegt wird. In der Art undWeise, wie alle bis jetzt erschienene ihm kund gewordeneöffentliche Beurtheilungen des ersten und zweiten Heftessich böchst aufmunternd über die Absicht und Ausführungdieses Unternehmens ausgesprochen, erblickt der Verfasserdie stärkste Aufforderung für sich, auch ferner dabei mitsorgsamster Genauigkeit zu verfahren, und so auf mög-lichste Vervollkommnung des Ganzen hinzuarbeiten.
Eine streng systematische Anordnung des Ganzenkonnte nicht Platz ergreifen, weil es ein Volksbuchwerden sollte, welches den verschiedenartigsten Lesernvor allen Dingen abwechselnde Manchfaltigkeitdarzubieten hatte, um ihnen, nächst der Belehrung,auch wahres Vergnügen zu bereiten. Doch ist eine ge-wisse innere Verbindung und Aufeinanderfolge der Ar-tikel immer dabei festgehalten, und die völlige Regel-losigkeit mancher ähnlichen Schriften absichtlich vermiedenworden. Daß in einzelnen Aufsätzen hier und da Er-örterungen vorkommen, die mancher Leser für „unnöthigeKleinigkeiten" zu erklären geneigt seyn dürfte, soll nichtgeleugnet werden. Allein der Verfasser hat dieß darumweniger ängstlich vermieden, weil ihm hier stets dasals wichtige Wahrheit vorschwebte, was einst Lessing(in seinen Beiträgen zur Geschichte und Litteratur, Bd. I.