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1 (1843)
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Rath zu crtheilen; ebenso erhält Gottlob Negis in Breslau jährlich3»0 Thaler.

Alles spricht deutlich dafür, wie wohlwollend die Gnade des KönigsDichtung und Dichter bedenkt.

Früher kamen dergleichen außergewöhnliche Gunstbezcugungcn fastnur Sängern und Tänzern, oder bürgerlich Nothlcil enden zu gut.

Es kam jetzt das Gerücht auf von strengen Sonntagsgesctzcn, sodaß künftig an Sonn- und Festtagen kein Theater, keine Musik, keinTanz sein, selbst eine Beaufsichtigung deS Kirchenbesuchs eintreten solleund namentlich Beamte einem strengen Kirchcnzwangc unterworfen wer-den sollten. Im Gerüchtcmachcn ist Berlin unerschöpflich.

In Bezug daraus theilt die Elegante Zeitung folgende Anekdote mit:Vorigen Sonntag, um neun Uhr Morgens, wo die Kirche beginnt,tritt der König zum wachthabenden Offizier und sagt: Nun, warumeilen Sie denn nicht in die Kirche? Nach dem neuen ReligionSediktArtikel so so, wie die Berliner es schon so genau kennen, müßt' ichSie ja in die Kirche schicken! Der Offizier erschrickt, lächelt aber,wie der König freundlich bleibt. Die Berliner wollen AlleS so ge-nau wissen! sagt er beim Fortgehen, die Berliner sind immer so er-staunlich klckg, thun immer so sicher, sind immer so spitzfindig und sotrocken!

Unser König, von tief religiöser Ueberzeugung sucht nach Männernzu Rächen und Vollstreckern seines Willens, welche dieselbe theilen.So sind der General von Thiele und der Graf Stollb-erg - Wernigerodeanerkannt die rechtlichsten und wohlgesinntesten Männer, der erstere auchvon umfassender, wissenschaftlicher Bildung. Sein Wunsch, daß auchsein Volk dieser religiösen Ueberzeugung sei, ist ein so nahe liegendermenschlicher, königlicher und er erscheint um so mehr gerechtfertigt, wenn