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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Partei, aufgetragen, werden wir gelobt und belohnt;wenn wir unvcrnchmlich sprechen, oder gar vcr-räthcrisch eine falsche Botschaft bringen, werdenwir getadelt und gezüchtigt. Das vergisst ebenHeine, und weil er glaubt, er, wie mancher Andereauch, könnte eine Partei zu Grunde richten oderihr aufhelfen, hält er sich für wichtig; ficht umher,wem er gefalle, wem nicht; träumt von Freundenund Feinden, und weil er nicht weiß, wo er gehtund wohin er will, weiß er weder, wo seine Freunde,noch wo seine Feinde stehen, sucht sie bald hier,bald dort, und weiß sie weder hier noch dort zufinden. Uns andern miserablen Menschen hat dieNatur zum Glück nur einen Rücken gegeben, sodass wir die Schläge des Schicksals nur von einerSeite fürchten; der arme Heine hat aber zweiRücken, er fürchtet die Schläge der Aristokraten unddie Schläge der Demokraten, und um Beiden aus-zuweichen, mnss er zugleich vorwärts und rückwärtsgehen.

„Um den Demokraten zu gefallen, sagt Heine:die jesuitisch-aristokratische Partei in Deutschlandverleumde und verfolge ihn, weil er dem Absolu-tismus kühn die Stirne biete. Dann, um den Ari-stokraten zu gefallen, sagt er: er habe dem Jako-binismus kühn die Stirne geboten; er sei ein guter