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12 (1862) Über Ludwig Börne
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Die Verdächtigung seines Patriotismus erregtebei Börne, in der angeführten Stelle, eine Miss-laune, die der bloße Vorwurf jüdischer Abstammungniemals in ihm hervorzurufen vermochte. Es amü-sierte ihn sogar, wenn die Feinde, bei der Flcckcn-losigkeit seines Wandels, ihm nichts Schlimmeresnachzusagen wussten, als dass er der Sprösslingeines Stammes, der einst die Welt mit seinemRuhme erfüllte und trotz aller Herabwürdigung nochimmer die uralt heilige Weihe nicht ganz eingebüßthat. Er rühmte sich sogar oft dieses Ursprungs,freilich in seiner humoristischen Weise, und denMirabcau parodierend, sagte er einst zu einem Fran-zosen:ckesus Olrrist <zui sii ^arentlrEse etuitman oousin- a pmöoirs I'sAulits u. s. W." Inder That, die Juden sind aus jenem Teige, wor-aus man Götter knetet; tritt man sie heute mitFüßen, fällt man morgen vor ihnen auf die Knicc;während die Einen sich im schäbigsten Kothe desSchachers herumwühlen, ersteigen die Anderen denhöchsten Gipfel der Menschheit, und Golgatha istnicht der einzige Berg, wo ein jüdischer Gott fürdas Heil der Welt geblutet. Die Juden sind dasVolk des Geistes, und jedesmal, wenn sie zu ihremPrincipe zurückkehren, sind sie groß und herrlich,und beschämen und überwinden ihre plumpen Drän-