Rede stehen, Herr Jarke. Wie! wenn wir das deut-sche Volk hasstcn, würden wir mit aller unsererKraft dafür streiten, es von der schmachvollsten Er-niedrigung, in der es versunken, es von der bleier-nen Tyrannei, die auf ihm lastet, eS von dem Über-muthe seiner Aristokraten, dem Hochmuthc seinerFürsten, von dem Spotte aller Hofnarren, den Ver-leumdungen aller gedungenen Schriftsteller befreienzu helfen, um es den kleinen, bald vorübergehendenund so ehrenvollen Gefahren der Freiheit Preiszu geben? Hasstcn wir die Deutschen, dann schrie-ben wir wie Sie, Herr Jarke. Aber bezahlen lie-ßen wir uns nicht dafür; denn auch noch diesündevolle Rache hat Etwas, das entheiligt werdenkann."^)
*) Hier folgte im Originalmannskript ein später vonHeine getilgtes Citat ans dem „Franzosenfresscr" (Börne'ssämmtl. Werke. Bd VI, S. 396—468), eingeleitet dnrch nach-stehende Worte: „Ich kann nicht umhin, eine Parallclstelle ansdem „Franzosenfresser" hier anzuführen, wo Börne in der-selben Weise die matte Kleinlist, die geistige Dürftigkeit einesRanmer's beleuchtet. Der ehrliche Menzel hatte diese Vettelin seinem „Literaturblatte" weidlich herausgestrichen, undBörne macht hierüber folgende Bemerkungen:
„„Und wie sie sich unter einander kennen w. — unsals Patrioten zu melden.""
Der Herausgeber.