Druckschrift 
12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
213
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Rede stehen, Herr Jarke. Wie! wenn wir das deut-sche Volk hasstcn, würden wir mit aller unsererKraft dafür streiten, es von der schmachvollsten Er-niedrigung, in der es versunken, es von der bleier-nen Tyrannei, die auf ihm lastet, eS von dem Über-muthe seiner Aristokraten, dem Hochmuthc seinerFürsten, von dem Spotte aller Hofnarren, den Ver-leumdungen aller gedungenen Schriftsteller befreienzu helfen, um es den kleinen, bald vorübergehendenund so ehrenvollen Gefahren der Freiheit Preiszu geben? Hasstcn wir die Deutschen, dann schrie-ben wir wie Sie, Herr Jarke. Aber bezahlen lie-ßen wir uns nicht dafür; denn auch noch diesündevolle Rache hat Etwas, das entheiligt werdenkann."^)

*) Hier folgte im Originalmannskript ein später vonHeine getilgtes Citat ans demFranzosenfresscr" (Börne'ssämmtl. Werke. Bd VI, S. 396468), eingeleitet dnrch nach-stehende Worte:Ich kann nicht umhin, eine Parallclstelle ansdemFranzosenfresser" hier anzuführen, wo Börne in der-selben Weise die matte Kleinlist, die geistige Dürftigkeit einesRanmer's beleuchtet. Der ehrliche Menzel hatte diese Vettelin seinemLiteraturblatte" weidlich herausgestrichen, undBörne macht hierüber folgende Bemerkungen:

Und wie sie sich unter einander kennen w. unsals Patrioten zu melden.""

Der Herausgeber.