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12 (1862) Über Ludwig Börne
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land unterhandelt . . . Frommer Schacher! schein-heiliger Verrath am Vaterland!

Es versteht sich von selbst, dass unser armerBörne, der sich nicht bloß von den Schriften, son-dern auch von der Persönlichkeit Lamennaie's ködernließ und an den Umtrieben der römischen Frei-werden unbcwusst Theil nahm, es versteht sich vonselbst, dass unser armer Börne nimmermehr dieGefahren ahnte, die durch die Verbündung der ka-tholischen und republikanischen Partei unser Deutsch-land bedrohen. Er hatte hiervon auch nicht diemindeste Ahnung, er, dem die Integrität Deutsch-lands, eben so sehr wie dem Schreiber dieser Blät-ter, immer am Herzen lag. Ich muss ihm in dieserBeziehung das glänzendste Zeugnis crtheilen. „Auchkeinen deutschen Nachttopf würde ich an Frankreichabtreten," rief er einst im Eifer des Gesprächs, alsJemand bemerkte, dass Frankreich, der natürliche Re-präsentant der Revolution, durch den Wiedcrbesitzder Rheinland? gestärkt werden müsse, um dem ari-stokratisch-absolutistischen Europa desto sicherer wider-stehen zu können.

„Keinen Nachttopf trct' ich ab," rief Börne,im Zimmer auf und ab stampfend, ganz zornig.

„Es versteht sich," bemerkte ein Dritter, „wirtreten den Franzosen keinen Fußbreit Land vom