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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
179
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Bildern sprach, von Robcrt's Schnittern, von Ho-rner Vcrnct's Judith, von Schcffer's Fanst. „Wasthaten Sie," frug er mich einst, „am ersten TagIhrer Ankunft in Paris? was war Ihr erster Gang?"Er erwartete gewiss, dass ich ihm die Place Louis XV.oder das Pantheon, die Grabmälcr Rousseau'sund Voltaire's, als meine erste Ausflucht nennenwürde, und er machte ein sonderbares Gesicht, alsich ihm ehrlich die Wahrheit gestand, dass ich näm-lich gleich bei meiner Ankunft nach der Lidliotlmc^nsro^nls gegangen und mir vom Aufseher der Ma-nnskripte den Manessischen Kodex der Minnesängerhervorholen ließ. Und Das ist wahr; seit Jahrengelüstete mich, mit eignen Augen die thcucrn Blät-ter zu sehen, die uns unter anderen die GedichteWalther's van der Vogclwcidc, des größten deutschenLyrikers, aufbewahrt haben. Für Börne war Die-ses ebenfalls ein Beweis meines Jndiffcrcntismus,und er zieh mich des Widerspruchs mit meinen po-litischen Grundsätzen. Dass ich es nie der MüheWerth hielt, letztere mit ihm zu diskutieren, verstehtsich von selbst; und als er einst auch in meinenSchriften einen Widerspruch entdeckt haben wollte,begnügte ich mich mit der ironischen Antwort: „Sieirren sich. Liebster, Dergleichen findet sich nie inmeinen Büchern, denn jedesmal che ich schreibe,

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