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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Das ist gut, Das gicbt mir Hoffnung. Auch wir,und Das ist gut, auch wir habcu Spitzbuben unteruns, und werden daher desto leichter reüssieren. Daist der verwünschte Kerl von Montesquieu, welcheruns eingeredet hatte, die Tugend sei das Principder Republikaner! und ich ängstigte mich schon, dassunsere Partei ans lauter ehrlichen Leuten bestehenund dcsshalb Nichts ausrichten würde. Es ist durch-aus nöthig, dass wir, eben so gut wie unsre Feinde,auch Spitzbuben unter uns haben. Ich hätte gernden Patrioten entdeckt, der mir zu Hambach meineUhr gemaust; ich würde ihm, wenn wir zur Re-gierung kommen, sogleich die Polizei übertragenund die Diplomatie. Ich kriege ihn aber heraus,den Dieb. Ich werde nämlich imHamburgerKorrespondenten" annoncieren, dass ich dem ehr-lichen Finder meiner Uhr die Summe von hundertLonisd'or auszahle. Die Uhr ist es Werth, schonals Kuriosität es ist nämlich die erste Uhr, welchedie deutsche Freiheit gestohlen hat. Ja, auch wir,Gcrmanicns Söhne, wir erwachen aus unsererschläfrigen Ehrlichkeit . . . Tyrannen zittert, wirstehlen auch!"

Der arme Börne konnte nicht aufhören, vonHambach zu reden und von dem Plaisir, das erdort genossen. Es war, als ob er ahnte, dass er