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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
Seite
143
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solchen Gelegenheiten nur schäkerten und lachten . . .nein, diese larmoyantcn Schnurrbarte gaben auchEtwas fürs Herz, sie hatten Gemüth, und Nichtsgleicht der holden Schwärmerei, womit deutscheMädchen und Frauen ihre Bräutigame und Gattenbeschworen, so schnell als möglich eine Revolutionzu machen . . . zum Besten der Polen.

Eine Revolution ist ein Unglück, aber ein nochgrößeres Unglück ist eine verunglückte Revolution;und mit einer solchen bedrohte uns die Einwande-rung jener nordischen Freunde, die in nnsre Ange-legenheiten alle jene Verwirrung und Unzuvcrläs-sigkeit gebracht hätten, wodurch sie selber daheimzu Grunde gegangen. Ihre Einmischung wäre unsum so verderblicher geworden, da die deutsche Un-erfahrenheit sich von den Rathschlägen jener kleinenpolnischen Schlauheit, die sich für politische Einsichtausgiebt, gern leiten ließ, und gar die deutsche Be-scheidenheit, bestochen von jener flinken Ritterlichkeit,die den Polen eigen ist, diesen Letztern die wichtig-sten Führerstellen vertraut hätte. — Ich habe michdamals in dieser Beziehung über die Popularitätder Polen'nicht wenig geängstigt. Es hat sich Vie-les seitdem geändert, und gar für die Zukunft, fürdie deutschen Freihcitsintcressen einer spätern Zeit,braucht man die Popularität der Polen wenig zu