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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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wundere sogar, mit welcher Gewandtheit Sie IhreMuttersprache, das Frankfurter Mauscheln, insFranzösische übertragen . . . Die Franzosen sindein unwissendes Volk, und werden es nie dahinbringen, ordentlich Deutsch zu lernen. Sie habenkeine Geduld . . . Wir Deutschen sind das gedul-digste und gelehrigste Volk . . . Wie Viel müssenwir schon als Knaben lernen! Wie viel Latein! Wieviel Griechisch! Wie viel' persische Könige, und ihreganze Sippschaft bis zum Großvater! ... ich wette,so ein unwissender Franzose weiß sogar in seinenalten Tagen noch nicht, dass die Mutter des CyrusFrau Mandane geheißen und eine gcbornc Astya-ges war. Auch haben wir die besten Handbücherfür alle Wissenschaften herausgegeben. Ncander'sKirchcngcschichte und Meyer Hirsch'S Rechenbuchsind klassisch. Wir sind ein denkendes Volk, undweil wir so viel' Gedanken hatten, dass wir sienicht alle aufschreiben konnten, haben wir die Buch-druckern erfunden, und weil wir manchmal vorlauter Denken und Büchcrschrciben oft das liebeBrot nicht hatten, erfanden wir die Kartoffel."

„Das deutsche Volk," brummte der deutsche Pa-triot ans seiner Ecke, „hat auch da§ Pulver erfunden."

Börne wandte sich rasch nach dem Patrioten,der ihn mit dieser Bemerkung unterbrochen hatte,