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tern und öde und das Leben sei voll Zweifel undGleichgültigkeit.
„Ehemals wurde ich immer wüthend über dieseLobrcdncr des Mittelalters. Ich habe mich aber andiesen Gesang gewöhnt, und jetzt ärgere ich michnur, wenn die lieben Sänger in eine andere Ton-art übergehen und beständig über unser Niederreißenjammern. Wir hätten gar nichts Anderes im Sinne,als Alles niederzureißen. Und wie dumm ist dieseAnklage! Man kann ja nicht eher bauen, ehe dasalte Gebäude niedergerissen ist, und der Nicdcr-reißer verdient eben so viel Lob, als der Aus-bauende, ja, noch mehr, da sein Geschäft noch vielwichtiger. . . Z. B. in meiner Vaterstadt, auf demDreifaltigkcitsplatzc, stand eine alte Kirche, die somorsch und baufällig war, dass man fürchtete, durchihren Einsturz würden einmal plötzlich viele Men-schen gctödtet oder verstümmelt werden. Man risssie nieder, und die Niederreißer verhüteten ein gro-ßes Unglück, statt dass die ehemaligen Erbauer derKirche nur ein großes Glück beförderten . . . Undman kann eher ein großes Glück entbehren, als eingroßes Unglück ertragen! Es ist wahr, viele gläu-bige Herrlichkeit blühte einst in den alten Mauern,und sie waren späterhin eine fromme Reliquie desMittelalters, gar poetisch anzuschauen, des Nachts,
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