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12 (1862) Über Ludwig Börne
Entstehung
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Münzcr, er war in gewisser Hinsicht Wohl berech-tigt zu solchem Verfahren; denn er hatte das Schwertin Händen, und sein Ann war stark!

Auf der Wartburg besuchte ich auch die Rüst-kammer, wo die alten Harnische hängen, die altenPickelhauben, Tartschcn, Hellebarden, Flambcrgc,die eiserne Garderobe des Mittelalters. Ich wan-delte nachsinnend im Saale herum mit einem Uni-vcrsitätsfreunde, einem jungen Herrn oom Adel,dessen Vater damals einer der mächtigsten Viertcl-fürstcn in unserer Heimat war und das ganze zit-ternde Ländchcn beherrschte. Auch seine Vorfahrensind mächtige Barone gewesen, und der junge Mannschwelgte in heraldischen Erinnerungen bei Anblickder Rüstungen und der Waffen, die, wie ein ange-hefteter Zettel meldete, irgend einem Ritter seinerSippschaft angehört hatten. Als er das lange Schwertdes Ahnherrn von dem Haken herablangte und ausNeugier versuchte, ob er es wohl handhaben könnte,gestand er, dass es ihm doch etwas zu schwer sei,und er ließ entmuthigt den Arm sinken. Als ichDieses sah, als ich sah, wie der Arm des Enkelszu schwach für das Schwert seiner Väter, da dachteich heimlich in meinem Sinn: Deutschland könntefrei sein.