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mich das Buch nicht bloß gut unterhalten, sondernauch weidlich erbaut. Welch ein Buch! groß undweit wie die Welt, wurzelnd in die Abgründe derSchöpfung und hinausragend in die blauen Geheim-nisse des Himmels . .. Sonnenaufgang und Son-nenuntergang, Verheißung und Erfüllung, Geburtund Tod, das ganze Drama der Menschheit, Allesist in diesem Buche ... Es ist das Buch der Bü-cher, Biblia. Die Juden sollten sich leicht trösten,dass sie Jerusalem und den Tempel und die Bun-dcslade und die goldenen Gcräthc und KleinodienSnlomonis eingebüßt haben . . . solcher Verlustist doch nur geringfügig in Vergleichnng mit derBibel, dem unzerstörbaren Schatze, den sie gerettet.Wenn ich nicht irre, war es Muhammed, welcherdie Juden „das Volk des Buches" nannte, einName, der ihnen bis heutigen Tag im Orienteverblieben und tiefsinnig bezeichnend ist. Ein Buchist ihr Vaterland, ihr Besitz, ihr Herrscher, ihrGlück und ihr Unglück. Sic leben in den umfrie-deten Marken dieses Buches, hier üben sie ihr un-veräußerliches Bürgerrecht, hier kann man sie nichtverjagen, nicht verachten, hier sind sie stark und bc-wundrnngswürdig. Versenkt in der Lektüre dieses Bu-ches, merkten sie wenig von den Veränderungen, dieum sie her in der wirklichen Welt vorfielen; Völ-