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Vermischte Schriften.
Die Apologeten des Christentums mußten in ihrem Kampfegegen das Heidentum um so eher sich auf das Feld der Philosophenhinaus wagen, da die Philosophie damals (von Marc Aurel bisJulian) auf dem Throne saß — durch Polemik arbeitet sich daSDogma auS.
Unterschied deS Heidentums ( der Inder, Perser) vom Judentum:Sie haben alte ein unendliches, ewiges Urwcsen, aber dieses ist beijenen in der Welt, mit welcher es identisch, und es entfaltet sich mitdieser aus dem Gesetze der Notwendigkeit — der Gott der Inden istaußer der Welt und erschafft sie durch einen Akt deS freien Willens.
Judentum — Aristokratie: Ein Gott hat die Welt erschaffenund regiert sie; alle Menschen sind seine Kinder, aber die Judensind seine Lieblinge und ihr Land ist sein nuserwahltes Dominium.Er ist ein Monarch, die Juden sind der Adel, und Palästina ist dasExarchat Gottes.
Christentum — Demokratie: ein Gott, der alles erschaffen undregiert, aber alle Menschen gleich liebt und alle Reiche gleich be-schützt. Er ist kein Nativnalgott mehr, sondern ein universeller.
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Das Christentum tritt auf zur Tröstung: Die, welche in diesemLeben viel Glück genossen, werden im künftigen davon eine Indigestionhaben — die, welche zu weuig gegessen, werden nachträglich das besteGastmahl aufgetischt finden; die irdischen Prügelfleckcn werden vonden Engeln gestreichelt werden.
Die, welche den Kelch der Freuden hienieden getrunken, bekommendort oben den Katzenjammer.
Im Christentnmc kommt' der Mensch zum Selbstbewußtsein desGeistes durch den Schmerz — Krankheit vergeistigt selbst die Tiere.
Das Christentum wußte die blaue Luft der Provence zu ent-heitern und erfüllte sie mit seinem Glockengeläute.
Beim Anblick eines Domes.
Sechshundert Jahre wurde daran gebaut, und du genießest ineinem Augenblick die Ruhe nach einer scchshundertjahrigcn Arbeit.Wie Mecreswcllen sind die Generationen daran vorbei gewogt, undnoch kein Stein ist bewegt worden. Das Mausoleum des Katholi-zismus, das er sich noch bei Lebzeiten bauen lassen, ist die steinerneHülle eines erloschenen Gefühls — (ironisch droben die Uhr). —