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Gedanken nnd Einfülle.
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Im Altertum gab es keinen Gespensterglanben. Die Leichewurde verbrannt, der Mensch entschwand als Ranch in die Höhe, erging ans in dem reinsten, geistigsten Element, im Fener. Bei denChristen wird der Leib (aus Hohn oder Verachtung?) der Erde zuriick-gegeben — er ist wie das Korn, und sproßt wieder hervor als Ge-spenst (ein körperlicher Leib wird gesäct, ein geistiger entsproßt) —er behält die Schauer der Verwesung.
Gott hat nicht? manifestiert, was auf eine Fortdauer nach demTode hinwiese; auch Moses redet nicht davon. Es ist Gott vielleichtgar nicht recht, daß die Frommen die Fortdauer so fest annehmen. —In seiner väterlichen Güte will er uns vielleicht damit eine Sur-Prise machen.
Bei keinem Volke ist der Glaube an Unsterblichkeit stärker ge-wesen, wie bei den Kelten; man konnte Geld bei ihnen geliehen be-kommen, um es in der andern Welt wiederzugeben. Fromme christ-liche Wucherer sollten sich daran spiegeln!
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Irdisches gewährte und verhieß das Heidentum, und darumPflegten die Glücklichen, welchen die Erfüllung ihrer Wünsche und dasGelingen ihrer Werke von dem Walten gnadenreicher Götter und vonder Gunst derselben zeugte, frömmere Götterdiencr als die Unglück-lichen zu sein. Vgl. Aristoteles' Ulrotorio., Ind. II, cmp. 17 p. 249.Dom. IV, ocl. Lixont.
Der vcrzweiflnngsvolle Zustand der Menschheit zur Zeit derCäsaren erklärt den Suceeß des Christentums. Der Selbstmord derstolzen Römer, welche ans einmal die Welt aufgaben, war so häufigin jener Zeit. Wer den Mut nicht hatte, auf einmal von der WeltAbschied zu nehmen, ergriff den langsamen Selbstmord der Ent-sagnngsreligion. (Christi Passion war ja ebenfalls eine Art Selbst-mord.) Sklaven und unglückliches Volk waren die ersten Christen;durch ihre Menge und den neuen Fanatismus wurden sie eine Macht,die Konstantin begriff, und der römische WelthcrrschaftSgeist bemäch-tigte sich bald derselben, und discipliniertc sie durch Dogma und KnltuS.
Bei der Polemik zwischen Christen und heidnischen Philosophenvertauschen die Gegner oft im Kampfgetüminel die Waffen; hier sehenwir einen christlichen Vorschnngshclm auf dem Haupte des Griechen,dort ein griechisches Götterschwert in der Hand deS Christen. Ketzereienentspringen, Glanbenshelden verfallen in Irrtum und Zweifel.