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daher nicht von einem einzelnen Menschen, sondern von der Gesamt-heit der Menschen, von der Menschheit, besrnchtet werden. DieseIdee einer Befruchtung durch die Gesamtheit der Menschen suchte nundie ZionSmntter so nahe als möglich zu verwirklichen, sie substituierteihr die Vielheit der Menschen und es entstand eine mystische Polyan-drie, welcher die preußische Regierung durch Gendarmen ein Endemachte. Die Zionsmntter im Wnppcrthalc war eine vierzigjährige,bläßliche und krankhafte Person. Sie verschwand vom Schauplatz,und ihre Mission ist gewiß ans eine andere übergegangen. — Werweiß, die Zionsmntter lebt vielleicht hier unter uns zu Paris, undwir, die wir ihre heilige Aufgabe nicht kennen, verlästern sie undihren Eifer für das Heil der Menschheit.
Unter die Krankheiten, denen die Lappländer ausgesetzt sind,welche nach Petersburg kommen, um die Milde eines südlichen Kli-mas zu genießen, gehört auch die Poesie. Einer solchen Kontagionverdanken wir das nachstehende Gedicht, dessen Verfasser ein jungerLappländer ist, der wegen Rückenmarkschwindsucht nach Petersburgemigrierte und dort vor geraumer Zeit gestorben. Er hatte vielTalent, war befreundet mit den ausgezeichnetsten Geistern der Haupt-stadt, und beschäftigte sich viel mit deutscher Philosophie, die ihn bisan den Rand des Atheismus brachte. Durch die besondere Gnadedes Himmels ward er aber noch zeitig aus dieser Seelcngefahr ge-rettet, er kam noch vor seinem Tode zur Erkenntnis Goites, wasseine UnglaubenSgcnossen sehr skandalisiertc: der ganze hohe Klerus desAtheismus schrie Anathem über den Renegaten der Gottlosigkeit.Unterdessen aber nahmen seine körperlichen Leiden zu, seine Finanzen»ahmen ab, und die wenigen Remitiere, welche sein Vermögen aus-machten, waren bald bis zum letzten aufgegessen. Jni Hospitale, demletzten Asyl der Poeten, sprach er zu einem der zwei Freunde, dieihm treu geblieben: „Leb' wohl! Ich verlasse diese Erde, wo dasGeld und die Jntrigue zur Alleinherrschaft gelangt — Nur eins thatmir weh: ich sah, daß man durch Geld und Jntrigue auch den Ruhmeines Genies erlangen, als solches gefeiert werden kann, nicht bloßvon einer kleinen Anzahl Unmündiger, sondern von den Begabtesten,von der ganzen Zcitgenvssenschaft und bis zun, äußersten Winkel derWelt." In diesem Augenblicke klang unter den Fenstern des Hospitalsein Leierkasten, dudelnd: „Das Gold ist nur Chimäre," die berühmteMelodie von Meyerbeer — Der Kranke lächelte, verhüllte das Hauptund starb.