Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
517
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aufwiegelnder Schmähsucht gegen die öffentlichenAuthsritäten verwechselt. Diesen Auswüchsen menschescher Verirrungen V.rachtung und Schande, aberübertragen wir nicht diesen Abscheu gegen sie auf dieedle Publiritat, welche selbst jene nachdrücklich undfurchtbar straft, und ihren etwaigen Eindrücken, wähl/ihatig zu begegnen sucht. Weit entfernt, Unzufrieden-heit und gewaltsame Revolutionen zu befördern, wirktsie vielmehr das Gegentheil. Denn nur Verhe.m-lichung der Schritte und Verfügungen der öffentlichenVerwaltung gebiert, der Natur der Sache nach,Mißtrauen, welches der Unzufriedenheit Nahrung gibtund so eher Unruhen und Revolutionen befördert.Die Publiritat hingegen nährt und erhalt das gegen-seitige Zutrauen, welches gewaltsame Schritte imKeime erstickt. Der unvergeßliche Preuß. Minister,Graf Herzberg sagtJeder Staat, der seineHandlungen auf Weisheit, Kraft und Gerechtigkeitgründet, gewinnet allcniahl durch die Publiritat, wo- durch jene ins helle Licht vors Publikum gesetztwerden, und welche nur denjenigen Regierungen ge-iz fährlich ist, die dunkele und verdeckte Schleichwegelieben." Der edle Fürstbischof zu Bamberg undWürzburg, Franz Ludwig sagte in einem Aus-

') In eincr am zzsten Aug. 1757 in der Akademie derWissenschaften gehaltenen Vorlesung.