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Was für die Sprache eine Ehre ist, das 'istEhre für die Naton, der jene angehört; denn dieSprache ist ein Kleinod, ein Wcisthnm, ja ci»eSchntzgöttin für die Nationen.
Das Streben nach Sprachreinhcit ist seit km/zcm in Deutschland stark angeregt, und gewist istdie Sache wichtig; es liegt in einen, solchen eisensüchtigen Streben ein Hebel für den National/stolz '"), diesn kräftigen Baum, der in Deutsch/lano, ihm zum Wohle, mehr Wurzel schlagen undfreudiger gedeihen möchte, gedeihen muß.
Indcß — hüten wir uns auch hier vor dem Z»/viel, wie vor dem Zuwenig. Wörter aus andern,vornehmlich alten Sprachen entlehnt, welche das Bnr/gerrecht in der unsrigrn erhalten haben, welche bestimmtbezeichnend sind, für welche unsere Muttersprachekein, den Sinn gleich bezeichnendes Einzelworr fin<den kann, besonders welche in einzelnen Eegensrä«den des Wissens technisch geworden sind, diese Wörterwollen wir nicht anfeinden, nicht sie in deutscherSchnürbrust angstlich umzwängcn; wir wollen aberauch nicht in geborgten Lappen cinhcrgehcn, wohl gardamit stolziren, wenn wir in anständiger eigener l
') Nationalstolz ein richtiges, erhebendes Gefühl mNationalwürde: nicht Narionalhochmnth, den ma» drin iEngländer, nicht Natisnaleitelkeit, die mau dem F>« ^zosen vorwerfen kann.