Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
405
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ssos»

M zu liefern Hube» ö)? Ist es billig, daß in einzel-nen Mairicn die Lieferungen fo stark werden, baßtc» Eingesessenen nicht nur nichts zum Verkauf übrigbleibt, sondern sie sogar Gefahr laufen, an ihremnotdürftigen Auskommen zu drüben? Wäre es wohlibillig, bcy den Lieferungen darauf Rücksicht zu nehmen,daß von jeder Gegend, oder Commune dasjenige Pro-duct gefordert würde, welches daselbst am häufigstenist? Ist es z. V. billig, daß da Heulieferungen aus-geschrieben werden, wo fast gar kein Heugewachs ist,wo also die Pflichtigen das Heu gar nicht, oder nurza einem sehr hohen Preise erhalten können? Ist esbillig, in Städten, wo die Bürger meist einen knap-pen Bedarf zu hohen Preisen einkaufen müssen, Heu-licftrungen, und zwar in gleichem Verhältnisse auszu-schreiben, als von dem benachbarten platten Lande?Welches ist ein billiger Maaßstab des LieferungS-Vcr-hältniPs in Städten c)? Die Production oder das

bZ Die Frage verneinet sich von selbst. Jndcß sähe man dasGcgentheil in unseren Zeiten nicht selten. Das nähmlichegilt von den folgenden Fragen, welche sich theils vonselbst verneinen oder bejahen.

°) Man wird überhaupt einen Unterschied machen müssen,ob eine Stadt Naturalien producirt, Ackerstabt ist, odernicht. Wollte man von nicht producirenden StädtenNaturalien fordern, die sie selbst für ihr sparsamesVedürfniß kaufen müssen: so würde daraus ein harterDruck entstehen.