58l
fti, Tage» in der Essenschen Zeitung förmlich pnbli.'cirt, wie hoch sie die verschiedenen Münzen in Zahebirg nehmen wolle. Darnach ist der Conrs einigerMünzen selbst niedriger bestimmt, als dieselben in denLessen angenommen werden.
Es fragt sich hiebey, ob es in der Macht vonPrivatpersonen steht, den Conrs der Münzen nachBelieben und Willkühr zu bestimmen, oder ob diesesnicht ein unverzeihlicher Eingriff in dieRechte des Gouvernements ist?
Eine Folge von jener Puülication der DüsseldorferKaufmannschaft ist gewesen, daß nun in manchenStädten eine gänzliche Libertinagc (zügellose Willkühr)eingetreten und der schändlichsten Agiotage Thürund Thor geöffnet ist. In einigen Städten wollenmanche nun die bcrgischen Drcpstübcrstücke nicht an/ders als zu i^St., die preußischen Zweygroschenstüekenicht anders als zu 4 St. nehmen w., ungeachtet jenein die Cassen zu -, und diese zu ^ St. genommenwerden. Ja viele Kauffeute schlagen überdies; in denPreisen ihrer Waaren über alles Verhältniß auf, unddie übrigen Gewcrbtreibendcn folgen nach. Wohinwird alles das führen? Wahrlich der Wirwarr istgroß, und die arme Moralität? Wer am meisten prcl/lcn kann, der ist der beste Mann. O, Zeiten, 0 Zeiten!
Wir klagen über Geldmangel, aber sind wir nichtselbst schuld an diesem Geldmangel? Bedenken wir doch,