Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
375
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Zwar sckwint die Staatskasse durch diese Spekula-tion zu gewinnen. Aber genau erwogen, ist dieserGewinn bloß imaginair. Geringhaltige Münze istgleich dem Papiergelde; sie hat in dem Lande nur ei-nen erzwungenen Cours, und im Auslande beruhetderen Cours bloß auf der öffentlichen Meinung unddem Credit, die der Staat hat, der sie schlagen ließ,und in so fern dieser Staat eine größere Aus- alsEinfuhr von Producken hat, wo also das Auslanddiese geringhaltige Münze zum Nominalwerthc an dieEinwohner jenes Staats wieder anbringen kann. Istaber die Einfuhr größer, sinkt der Staatscredit, trifftgar Unglück den Staat: dann fällt der Nominalwerthimmer tiefer, zuletzt vielleicht selbst bis zum Realwcr-lhe, und der Verlust kommt aus den Staat zurück,der sie prägen ließ.

Aber auch ohne einen solchen außerordentlichenFall verliert der Staat jährlich selbst wieder von demgemachten lniaginairen Gewinn; denn er muß diesegeringhaltige Münze in den öffentlichen Caffen auchwieder für voll annehmen, und büßet also den ge-machten Gewinn reell wieder ein. Und die Staats-einwohner verlieren, was doch eine wahre Besteuerungisr, immer bey jeder geringhaltigeren Münzsorte anihren Zahlungen im Auslande, wo ein besserer Münz-fuß gilt, wie die Erfahrung beweiset, wonach in kauf-männischen Geschäften die in einem geringeren Münz-