fingen, häufig in weltlicher Kleidung zu erscheine»,verlor sich der klösterliche Geist, aber mit ihm bei)vielen auch Ordnung und Zucht; eb.cn so hat derStand der protestantischen Geistlichen durch die Gleich-gültigkeit Vieler gegen ihre Amtsklcidimg gewiß nichtgewonnen; mehrere Bcyspicle von andern Standen z»geschweige».
Amtskleidung gewahrt einen doppelten Vortheil:der, welcher sie tragt, bleibt mehr der Pflichten sei-nes Standes eingedenk, und wird dieselben wenigerverletzen, er darf den Amtsrock nicht verunehrcn; dieübrigen Bürger achten das Amt in der Kleidung, undverletzen die Rücksichten, die sie dem Amte schuldigfind, weniger. Das Kleid macht den Mann, sagtunser altes Sprichwort hier wahr.
Eine weise Maxime ist es daher in Frankreich,Amtskleidungcn allgemein einzuführen, welche überdies'das Gute der Ersparniß haben, wenn nicht etwa die-fiiben an sich zu kostbar vorgeschriebe» werden.
Ein Zeichen der Zeit war das häufige Vermeidender vorgeschriebenen Amtsklcidungen, weil man allerGebundenheit seind wurde, man mochte sich nicht ge-nircn. Dieses Nicht-gcniren-wollen der neueren Zeithat viel Böses über die bürgerliche Gesellschaft ge-bracht, in der man, soll cS gut und ordentlich darinhergehen, sich doch jeden Augenblick geniren muß; aberviele wollen jetzt ungebunden sep», wollen zwar esse»,