Druckschrift 
2 (1814)
Entstehung
Seite
337
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er seinen Fürsten liebt, und die Verfassung mehr oderminder gut ist. Human ist es, dieses Gefühl zu ehren,und den neuen Unrerthan mit möglichster Schonung zubehandeln, damit er nach und nach an ein neues Geleisesich gewöhne.

Einem guten Fürsten kann nichts werthcr seyn,als daß Ihn seine ttntcrthanen lieben; nichts kann Ihnglücklicher machen, als die Liebe seiner Unterthanen.Vo» diesem Gesichtspunkte aus und auf diesen GcsichtS-punkt hin werden vornehmlich gute und einsichtsvolleBeamte eines neuen Fürsten, die es gut mit Ihm unddem Lande meinen, bei) allen öffentlichen Einrichtungenwirken; schon die Politik fordert dieses.

Folgende kurze Bemerkungen sind Produkte der Er-fahrung , welche wir in den letzteren fünf Iahren zumachen Gelegenheit hatten.

Gehe man bei) neuen Organisationen überhauptdoch nicht zu rasch zu Werke; erst sammle man sich ge-naue Kenntniß des Alten, dann erst wird die neue Or-ganisation zweckmäßig und vollständig werden.

Insbesondere scy man nicht zu rasch in Einführungganz neuer, völlig ungewohnter Einrichtungen, z. B.von Lonscription und strenger Aecisc da, wo man solchevorhin gar nicht kannte; allmähliger ttebcrgang, inVerbindung mit aller möglichen Schonung und strengerBerücksichtigung der Gerechtigkeit und Billigkeit, ohnealle Härte, wird mit der Zeit zum nähmlichen Ziele