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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Immerhin, kühner Segler, stoß ob vom Lande, undmöge kein Sturm dein Ruder brechen! Jetzt heißtes sogar, dass sPanofka,s der größte Violinist, denBreslau nach Paris geschickt, sich hier vcrheirathct,dass auch dieser Ficdclkundigc seines ruhigen Zung-gcscllcnthnms überdrüssig geworden und das furcht-bare, unbekannte Jenseits versuchen wolle. Wir lebenin einer hcldcnmüthigcn Periode. Dieser Tage ver-lobte sich ein ebenfalls berühmter Virtuos"). Er hat,wie Thcscns, eine schöne Ariadnc gefunden, die ihn

melde ich hier die wichtige Nachricht, dass der siebenjährigeKrieg zwischen den erwähnten zwei musikalischen Zeitschrif-ten und ihren Redakteuren, Gottlob! zu Ende ist. Die edlenKämpfer haben sich zum Friedensbündnis die Hände ge-reicht und sind jetzt gute Freunde. Diese Freundschaft wirddauernd sein, da sie auf wechselseitige Achtung gegründet ist.Das Projekt einer Vcrschwägernng zwischen beiden hohenHänsern war nur die müßige Erfindung kleiner Journale.Die Ehe, und zwar die lebenslängliche Ehe, ist jetzt in derKunstwelt das Tagesthcma. Thalberg vermählte sich un-längst mit der Tochter von Lablachc, einer ausgezeichnetanmnthigen und geistreichen Dame. Vor einigen Tagen er-fuhren wir, dass auch unser vortrefflicher Eduard Wolf sichverheirathc, dass er sich hinauswage auf jenes hohe Meer,für welches noch kein Kompass erfunden ist."

Der Herausgeber.*) „ein berühmter Bratschist." steht in der Augsbnr-gcr Allgemeinen Zeitung. Der Herausgeber.