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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Franz Lißt, dessen Zauberkraft uns bezwingt, dessenGenius uns entzückt,j der geniale Hans Narr, dessenWahnsinn uns selber den Sinn verwirrt, und demwir in jedem Fall den loyalen Dienst erweisen,dass wir die große Furore, die er hier erregt, zuröffentlichen Kunde bringen. Wir konstatieren unum-wunden die Thatsachc des Ungeheuern Sncccss; wiewir diese Thatsachc nach nnscrm Privatbcdünkcnausdeuten und ob wir überhaupt unfern Privatbci-fall dem gefeierten Virtuosen zollen oder versagen,mag demselben gewiss gleichgültig sein, da unsreStimme nur die eines Einzelnen und unsre Auto-rität in der Tonknust nicht von sonderlicher Bedeu-tung ist.

Wenn ich frühcrhiu von dem Schwindel hörte,der in Deutschland und namentlich in Berlin aus-brach, als sich Lißt dort zeigte, zuckte ich mitleidigdie Achsel und dachte: Das stille sabbathlichc Deutsch-land will die Gelegenheit nicht versäumen, um sichein bisschcn erlaubte Bewegung zu machen, es willdie schlaftrunkenen Glieder ein wenig rütteln, undmeine Abderitcn an der Spree kitzeln sich gern ineinen gegebenen Enthusiasmus hinein, und Einerdeklamiert dem Andern nach: „Amor, Beherrscherder Menschen und der Götter!" Es ist ihnen, dacht'ich, bei dem Spektakel um den Spektakel selbst zu