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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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mich an untergegangene Thiergattnngcn, an fabel-hafte Königsthümcr und Sünden, an aufgcthürmteUnmöglichkeiten, an Babylon, an die hängendenGärten der Semiramis, an Ninive, an die Wunder-werke von Mizraim, wie wir dergleichen erblickenauf den Gemälden des Engländers Martin. Inder That, wenn wir uns nach einer Analogie inder Malerkunst umsehen, so finden wir die wahl-vcrwandtestc Ähnlichkeit zwischen Berlioz und demtollen Britten, derselbe Sinn für das Ungeheuer-liche, für das Riesenhafte, für materielle Unermess-lichkcit. Bei dem Einen die grellen Schatten- undLicht-Effekte, bei dem Andern kreischende Instru-mentierung; bei dem Einen wenig Melodie, beidem Andern wenig Farbe, bei Beiden wenig Schön-heit und gar kein Gemüth. Ihre Werke sind wederantik noch romantisch, sie erinnern weder an Grie-chenland noch an das katholische Mittelalter, sondernsie mahnen weit höher hinauf an die assyrisch-baby-lonisch-ägyptische Architektur-Periode und an diemassenhafte Passion, die sich darin aussprach.

Welch ein ordentlicher moderner Mensch istdagegen unser Felix Mendelssohn-Bartholdy, derhochgcfeiertc Landsmann, den wir heute zunächstwegen der Symphonie erwähnen, die im Koncert-saale des Conservatoires von ihm gegeben worden.