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11 (1862) Französische Zustände : Th. 4, Kunstberichte aus Paris
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Lctztcrm wollen wir besonders Notiz nehmen, daer sich zugleich als Komponist auszeichnet. EduardWolf ist fruchtbar und voller Verve sund Origi-nalität. Seine Studien für das Pianofortc werdenam meisten gerühmt, und er befindet sich jetzt sorecht in der Vogue.j Stephan Heller ist mehr Kom-ponist als Virtuose, obgleich er auch wegen seinesKlavicrspiels sehr geehrt wird. Seine musikalischenErzeugnisse tragen alle den Stempel eines ausge-zeichneten Talentes, und er gehört schon jetzt zuden großen Meistern. Er ist ein wahrer Künstler,ohne Affcktation, ohne Übertreibung; romantischerSinn in klassischer Form. Thalberg ist schon seitzwei Monaten in Paris, will aber selbst kein Kon-cert geben; nur im Konccrtc eines seiner Freundewird er diese Woche öffentlich spielen. Dieser Künst-ler unterscheidet sich vorteilhaft von seinen Klavicr-kollegen, ich möchte fast sagen: durch sein musikali-sches Betragen^). Wie im Leben, so auch in seiner

In der Augsburger Allgemeinen Zeitung heißt es,statt des obigen Satzes: „Trotz meiner Abneigung gegendas Klavier werde ich ihn dennoch zu hören suchen. Es hataber seine eigne Bewandtnis mit der Toleranz, die ichdem Thalberg angedeihen lasse. Dieser bezaubert mich, ichmöchte fast sagen: durch sein musikalisches Betragen — seinSpiel ist ganz getaucht in Harmonie."

Der Herausgeber.