denn das Beste, was er wusste, Das, was dasHöchste in der Knnst ist, Das lässt sich weder leh-ren noch lernen.
Was ist in der Knnst das Höchste? Das, wasauch in allen andern Manifestationen des Lebensdas Höchste ist: die sclbstbewusstc Freiheit des Gei-stes. Nicht bloß ein Musikstück, das in der Füllejenes Sclbstbewusstscins komponiert worden, sondernauch der bloße Bortrag desselben kann als das künst-lerisch Höchste betrachtet werden, wenn uns darausjener wundersame Uncndlichkcitshauch anweht, derunmittelbar bekundet, dass der Exckutant mit demKomponisten auf derselben freien Gcistcshöhc steht,dass er ebenfalls ein Freier ist. Ja, dieses Selbst-bcwusstscin der Freiheit in der Knnst offenbart sichganz besonders durch die Behandlung, durch dieForm, in keinem Falle durch den Stoff, und wirkönnen im Gcgcnthcil behaupten, dass die Künstler,welche die Freiheit selbst und die Befreiung zuihrem Stoffe gewählt, gewöhnlich von beschränktem,gefesseltem Geiste, wirklich Unfreie sind. Diese Be-merkung bewährt sich heutigen Tages ganz beson-ders in der deutschen Dichtkunst, wo wir mit Schre-cken sehen, dass die zügellos trotzigsten Frciheit-sängcr, beim Licht betrachtet, meist nur bornierteNaturen sind, Philister, deren Zopf unter der