jedoch nur bei Künstlern der Fall, die wirklich einHerz in der Brust tragen, welches klopft, die über-haupt eine Seele haben. Je nüchterner und herz-loser der Violinspielcr, desto gleichförmiger wirdimmer seine Exekution sein, und er kann auf denGehorsam seiner Fiedel rechnen, zu jeder Stunde,an jedem Orte. Aber diese gepriesene Sicherheit istdoch nur das Ergebnis einer geistigen Beschränkt-heit, und eben die größten Meister waren es, derenSpiel nicht selten abhängig gewesen von äußern undinnern Einflüssen. Ich habe Niemand besser, aberauch zu Zeiten Niemand schlechter spielen gehört alsPaganini, und Dasselbe kann ich von Ernst rühmen.Dieser Letztere, Ernst, vielleicht der größte Violin-spielcr unsrcr Tage, gleicht dem Paganini auch inseinen Gebrechen, wie in seiner Genialität. Ernst'sAbwesenheit ward hier diesen Winter sehr bedauertsvon allen Musikfreunden, welche die Höhen derKunst zu schätzen Wissens. Signor Sivori war einsehr matter Ersatz, doch wir haben ihn mit großemVergnügen gehört. Da er in Genua geboren ist undvielleicht als Kind in den engen Straßen seiner Va-terstadt, wo man sich nicht ausweichen kann, demPaganini zuweilen begegnete, hat man ihn hier füreinen Schüler Desselben proklamiert. Nein, Paga-nini hatte nie einen Schüler, konnte keinen haben,
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