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in Berlin das Christenthum anfing (er wurde näm-lich erst in seinem dreizehnten Jahr getauft), Ros-sini es bereits verlassen und sich ganz in die Welt-lichkeit der Opernmusik gestürzt hatte. Jetzt, wo erdiese wieder verließ und sich zurückträumtc in seinekatholischen Jugenderinnerungcn, in die Zeiten, woer im Dom zu Pcsaro als Chorschüler mitsang,oder als Akoluth bei der Messe fungierte — jetzt,wo die alten Orgeltöne wieder in seinem Gedächt-nis aufrauschten und er die Feder ergriff, um einStabat zu schreiben, da brauchte er wahrlich denGeist des Christenthums nicht erst wissenschaftlichzu konstruieren, noch viel weniger Händel oder Se-bastian Bach sklavisch zu kopieren; er brauchte nurdie frühesten Kindhcitsklänge wieder aus seinemGcmüth hervorzurufen, und, wunderbar! so ernst-haft, so schmcrzentief auch diese Klänge ertönen, sogewaltig sie auch das Gewaltigste ansscufzen undausbluten, so behielten sie doch etwas Kindhcitlichcsund mahnten mich an die Darstellung der Passiondurch Kinder, die ich in Cette gesehen. Ja, an diesekleine fromme Mummerei musste ich unwillkürlichdenken, als ich der Aufführung des Stabat vonRossini zum erstenmal beiwohnte: das ungeheureerhabene Martyrium ward hier dargestellt, aber inden naivsten Jugendlantcn, die furchtbaren Klagen