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Ernst durch spielende Zärtlichkeit gemildert — undso that auch Rossini, als er sein Stabat Materkomponierte.
Letzteres, das Stabat von Rossini, war diehervorragende Merkwürdigkeit der hingeschiedenen^ Saison, die Besprechung desselben ist noch immer
an der Tagesordnung, und eben die Rügen, dievon norddeutschem Standpunkt aus gegen den gro-ßen Meister laut werden, beurkunden recht schla-gend die Ursprünglichkeit und Tiefe seines Genius.Die Behandlung sei zu weltlich, zu sinnlich, zuspielend für den geistlichen Stoff, sie sei zu leicht,zu angenehm, zu unterhaltend — so stöhnen die? Klagen einiger schweren, langweiligen Kritikaster,
die, wenn auch nicht absichtlich eine übertriebeneSpiritualität erheucheln, doch jedenfalls von derheiligen Musik sehr beschränkte, sehr irrige Begriffesich angcqnält. Wie bei den Malern, so herrschtauch bei den Musikern eine ganz falsche Ansichtüber die Behandlung christlicher Stoffe. Jene glau-ben, das wahrhaft Christliche müsse in subtilen ma-» gern Kontouren und so abgehärmt und farblos als
möglich dargestellt werden; die Zeichnungen vonOverbeck sind in dieser Beziehung ihr Ideal. Umdieser Verblendung durch eine Thatsache zu wider-sprechen, mache ich nur aus die Heiligenbilder der