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warf und verdammte. Die Tanzkunst erinnerte viel-leicht allzusehr an den alten Tempcldienst der Heiden,sowohl der römischen Heiden als der germanischenund celtischcn, deren Götter eben in jene clfenhaftcnWesen übergingen, denen der Volksglaube, wie ichoben andeutete, eine wundersame Tanzsucht zuschrieb.Überhaupt ward der böse Feind am Ende als dereigentliche Schutzpatron des Tanzes betrachtet, undin seiner frevelhaften Gemeinschaft tanzten die He-xen und Hexenmeister ihre nächtlichen Neigen. DerTanz ist verflucht, sagt ein fromm brctonischesVolkslied, seit die Tochter der Hcrodias vor demargen Könige tanzte, der ihr zu Gefallen Johannen:tödtcn ließ. „Wenn du tanzen siehst," fügt derSänger hinzu, „so denke an das blutige Hauptdes Täufers auf der Schüssel, und das höllischeGelüste wird deiner Seele Nichts anhaben können!"Wenn man über den Tanz in der Xsaäemis i-o^alsäs innsiczns etwas tiefer nachdenkt, so erscheint erals ein Versuch, diese erzheidnischc Kunst gewisser-maßen zu christianisieren, und das französische Ballettriecht fast nach gallikanischcr Kirche, wo nicht garnach Janscnismus, wie alle Kunstcrscheinungcn desgroßen Zeitalters Ludwig's XIV. Das franzö-sische Ballett ist in dieser Beziehung ein wahlver-wandtcs Seitcnstück zu der Racinc'schcn Tragödie